Bier brauen – eine Faszination

Immer schon angetan von der Erzeugung von Lebensmitteln und Getränken aller Art – wie ihr wisst habe ich eine Metzgerlehre absolviert – bin ich vor kurzem auf eine neue Leidenschaft gestoßen, dem Brauen von Bier. Homebrewing erfreut sich immer größerer Beliebtheit und so war es mein Freund Oskar der mich auf die Idee brachte, gemeinsam mit ihm in meinem Keller eine eigene Brauanlage zu errichten. Was anfänglich nur für den privaten Gebrauch angedacht war ist mittlerweile zu einem schönen Geschenk für alle Anlässe geworden.

Hopfen und Malz # Gott erhalts

Das Gerstengebräu wird traditionell nach dem deutschen Reinheitsgebot von uns erzeugt. Geklärtes Wasser direkt aus Meissen wird hier in Kombination mit bestem Hopfen aus der Region und Malz veredelt. Es dauerte eine Zeit, bis wir die dafür notwendige Technik herausgefunden haben und das Bier auch so bekömmlich wurde, dass wir es zu feierlichen Anlässen oder eben als Geschenk für Freunde anbieten konnten. Wer selbst noch nie Bier gebraut hat der kann gar nicht erahnen, welche Nuancen und Feinheiten es benötigen, damit die richtige Stammwürze erreich werden kann und der Geschmack jenem entspricht den man sich vorgestellt hat.

Eine Anleitung für Interessierte

Anleitungen zum Bierbrauen finden sich zwar zuhauf, jedoch wird zumeist in Größenanordnungen gearbeitet, die in einem Hobbykeller kaum Platz finden dürften. Aus meiner Erfahrung haben sich daher folgende einzuhaltende Grundlagen ergeben. Diese sind natürlich nicht in Stein gemeisselt. Tüfteln und experimentieren Sie an dieser Versuchsanordnung so herum wie Sie es für richtig halten. Damit Sie am Ende das Bier brauen können das Ihnen am besten bekommt. Für das flüssige Gold bedarf es selbstredend in erster Linie Hopfen und Malz. Damit ein Gärprozess entstehen kann muss zusätzlich Bierhefe organisiert werden. Diese erhält man entweder in professionellen Brauerein, aber auch viele Apotheken bieten die Bierhefe zum Verkauf an. Für die Umschüttvorgänge sind mindestens zwei Kübel vorgesehen, gerne können aber auch weitere verwendet werden. Ein Kochthermometer soll sorge tragen, dass während des Brauprozesses stets die richtigen Temperaturen eingehalten werden. Sonst wird das Bier entweder zu trüb oder im schlimmsten Fall gar gänzlich ungenießbar. Zum abseihen des Brausuds, der nicht in den Trinkflaschen landen soll empfehlen sich große Tücher, etwa Spannbettlaken. Diese filtern die groben Stücke ideal und lassen das fertige Bier in die dafür vorgesehenen Eimer fließen. Beachtet dabei bitte stets, dass dieser Prozess viele Stunden in Anspruch nehmen kann. Bei einem Einsatz von einhundert Liter Wasser erhält man schlussendlich ungefähr 20 Liter Bier. Deshalb müssen auch 40 Bierflaschen mit Bügelverschluss vorab organisiert werden.